Vereinsporträt: Handball, Schwimmen und Förderung von Klein auf

In der neuen Ausgabe des STB Magazins wird TSV 1848 Bad Saulgau (Turngau Oberschwaben) vorgestellt. Ein Verein mit rund 2 400 Mitgliedern, verteilt auf acht Abteilungen.

Mit acht Abteilungen, rund 25 Breitensportgruppen und mehreren Gesundheitskursen bietet der TSV 1848 Bad Saulgau für jede Altersgruppe die passende Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Dem ersten Vorsitzenden Martinus Blaser liegt dabei neben dem Leistungssport eines besonders am Herzen: „Die Menschen sollen einfach Freude an Bewegung haben – und vor allem möchten wir unseren rund 1 000 Jugendlichen im Verein ein attraktives Angebot machen.“ Drei Abteilungen stechen mit ihrer Größe und ihren Erfolgen in der Vergangenheit besonders hervor: Handball, Schwimmen und Volleyball.

Mit 400 Mitgliedern bildet der Handball die größte Abteilung im TSV. Seit mehr als 50 Jahren genießt der Handballsport eine starke Unterstützung und Begeisterung in Bad Saulgau. Bei Heimspielen der Herren sind teilweise mehr als 800 Zuschauer in der Halle - eine Zahl, die in der Verbandsstaffel außergewöhnlich ist, wo sonst meist nur 100 bis 200 Fans zuschauen. Vor zwei Jahren gelang den Handballern den Aufstieg von der Landesliga in die Verbandsstaffel, in der sie sich auch im vergangenen Jahr halten konnten. Der größte Erfolg war aber Mitte der 90er, als sie in der drittklassigen Regionalliga gespielt haben.

Olympiateilnehmende aus der Schwimmabteilung

Neben dem Handball zählt auch die Schwimmabteilung zu den Aushängeschildern des Vereins. Der Turn- und Sportverein bietet in diesem Bereich diverse Schwimmkurse vom Baby-Schwimmen, über Anfänger Schwimmkursen bis zu Schwimmschulgruppen an. Schwerpunkt ist und bleibt aber der Schwimmsport mit leistungsorientierten Trainingsangeboten. „Unser Verein hat in der Vergangenheit sogar Olympiateilnehmer und Starter bei Weltmeisterschaften hervorgebracht – das können nur wenige Vereine unserer Größe von sich sagen. Darauf sind wir sehr stolz“, betont Blaser.

Im Volleyball konnten vor allem in der Vergangenheit große Erfolge gefeiert werden. In den 2000er-Jahren war das Team jeweils zwei Jahre in der ersten und zweiten Bundesliga vertreten. Dank guter Kontakte standen damals sogar mehrere polnische Nationalspieler im Kader. „Bei den Heimspielen, als der VfB Friedrichshafen zu Gast war, mussten wir teilweise zusätzliche Tribünen aufbauen und die Halle war proppenvoll“, erzählt der Vorstand.

Förderung der Kinder von klein auf

Die Kinder- und Bewegungsschule (KIBS) bietet seit 2009 den Kindern beim TSV ein altersgemäßes, kindgerechtes Sportangebot durch qualifizierte Lehrkräfte. Dabei soll unter anderem die Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung sowie die Entwicklung von sozialer Handlungsfähigkeit durch Spiel und Sport in der Gruppe unterstützt werden. Im Vordergrund stehe aber Spaß an Spiel, Sport und Bewegung. „Die Kinder werden ab drei Jahren in sämtlichen Sportarten ‚trainiert‘. Mit sieben oder acht Jahren spricht der Übungsleiter eine Empfehlung aus, für welche Gruppe das einzelne Kind geeignet ist“, erklärt der 57-Jährige. Die Kinder entscheiden sich aber letztendlich selbst dafür, auf welche Sportart sie Lust haben und was ihnen Spaß macht. In der KIBS in Bad Saulgau sind aktuell rund 70 Kinder.

Der TSV entwickelt sich stetig weiter

Im Jahr 2009 wurde nicht nur die KIBS, sondern auch die Showdance-Delight Tanzgruppe ins Leben gerufen. Seitdem hat sich im Verein vieles gewandelt – regelmäßig kommen neue Gruppen hinzu, während andere ihre Aktivitäten einstellen. Das Angebot wird fortlaufend an die jeweilige Nachfrage angepasst: „Auch in Zukunft ist es uns wichtig, dass wir ein vielfältiges Angebot haben und die Nachfrage bedienen können.“ Das Problem sei aber, dass der Verein nicht genügend Hallenkapazitäten habe. Es gibt eine neue Sporthalle, aber die Nachfrage sei immer noch sehr groß.  Es werde immer schwieriger, qualifizierte Übungsleiter zu finden beziehungsweise Personen, die Verantwortung im Verein übernehmen. Eine weitere Herausforderung sind die jährlichen Hallenbenutzungsgebühren von 24 000 Euro, die die Kasse enorm belasten. „Alles in allem wünsche ich mir aber, dass es rund läuft und alle miteinander auskommen“, hebt Vorstand Blaser hervor.

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