Foto: DTB/Picture Alliance

Isabell Sawade ist DOSB-Trainerin des Jahres

Isabell Sawade (Teamchefin Rhythmische Sportgymnastik) und Gordon Herbert (Bundestrainer Basketball Männer) sind vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Trainer*in des Jahres 2023 ausgezeichnet worden.

Im Rahmen der Gala „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden erhielt Isabell Sawade den Preis als Anerkennung ihres herausragenden Engagements für ihre Athletinnen und ihre Sportart. Gordon Herbert musste aufgrund eines Trauerfalls in der Familie seine Teilnahme kurzfristig absagen. Seine Ehrung wird zeitnah nachgeholt. 

Die Schwäbin Isabell Sawade ist nicht nur Teamchefin des Nationalteams der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) sondern auch lizensierte Kampfrichterin des Weltturnverbandes FIG. Das deutsche Team, aus dem viele Gymnastinnen in Fellbach-Schmiden trainieren, gewann bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr fünf Goldmedaillen im Einzel durch Darja Varfolomeev und Silber mit der Mannschaft. „Isabell Sawade schaffte es, in sehr schwierigen Zeiten, als die RSG mit wenigen finanziellen Mitteln versuchen musste, den Anschluss an die Weltspitze zu schaffen, mit hoher Motivation, Beharrlichkeit und Weitsicht Jahr für Jahr und in kleinen Schritten ein Team an Trainerinnen und Athletinnen am Stützpunkt in Fellbach-Schmiden zusammenzuschweißen“, sagte Ulla Koch, Vizepräsidentin des Deutschen Turnerbundes (DTB) in ihrer Laudatio.

„Ich freue mich sehr über diesen tollen Preis, der Anerkennung für die jahrelange Arbeit unseres Teams in der Rhythmischen Sportgymnastik ist. Stellvertretend für das gesamte Team nehme ich ihn gerne entgegen“, sagte Isabell Sawade.

DOSB-Vizepräsidentin Miriam Welte, die Vorsitzende der Jury des „Trainer*in des Jahres“-Preises sagte: „Mit dieser Auszeichnung bringen wir Trainerinnen und Trainern die Wertschätzung entgegen, die sie verdienen. Denn ohne sie gibt es keine derartigen sportlichen Erfolge wie in diesem Jahr zu feiern. Sie sind Vorbilder und leisten einen wichtigen Beitrag nicht nur zur sportlichen, sondern auch zur persönlichen Entwicklung ihrer Sportlerinnen und Sportler. Dies haben Isabell Sawade und Gordon Herbert eindrucksvoll bewiesen.“

DOSB-Präsident Thomas Weikert ergänzte: „Es ist sehr schade, dass wir heute Gordon Herbert nicht persönlich ehren konnten, das werden wir aber zeitnah nachholen. Wer einen solch sensationellen Erfolg wie die Basketball-Weltmeisterschaft mit seinem Team holt, dem gebührt ohne Zweifel der Titel ‚Trainer des Jahres‘.“ 
Der Kanadier Gordon Herbert ist seit 2021 Trainer der Basketball-Nationalmannschaft der Männer, mit der er bei der EM 2022 Bronze gewann und in diesem Jahr sensationell den Weltmeistertitel nach Deutschland holte. In der Basketball-Bundesliga gewann er 2004 mit den Opel Skyliners Frankfurt die Deutsche Meisterschaft, in Frankreich und Finnland wurde er jeweils Pokalsieger.

Die Jury
Vorsitzende der Jury ist Miriam Welte, Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Bahnrad und Vizepräsidentin im DOSB. Außerdem gehörten ihr an: Oliver Stegemann, DOSB-Vizepräsident, Ulla Koch, Vizepräsidentin Olympischer Spitzensport DTuB, Barbara Rittner, Bundestrainerin Tennis, Hermann Weinbuch, Bundestrainer Nordische Kombination, Christian Ehrhoff (Eishockey), Tobias Preuß (Mitglied der Athletenkommission des DOSB), Karin Orgeldinger, Stiftung Deutsche Sporthilfe, Olaf Tabor, DOSB-Vorstand Leistungssport.

Die bisherigen Preisträger
2022: Yulia Raskina (Rhythmische Sportgymnastik) und René Spies (Bob)
2021: Sabine Tschäge (Rudern) und Jörg Rosskopf (Tischtennis)
2020: Bernd Berkhahn (Schwimmen)
2019: Andreas Bauer (Skispringen)
2018: Detlef Uibel (Bahnrad)
2017: Jürgen Wagner (Beachvolleyball)
2016: Reiner Kießler (Kanu)
2015: Justus Wolf (Para-Ski alpin)
2014: Norbert Loch (Rodeln)
2013: Silvia Neid (Fußball) und Hermann Weinbuch (Nordische Kombination)
2012: Ralf Holtmeyer (Rudern) und Hans Melzer (Reiten, Vielseitigkeit)
2011: Markus Weise (Hockey)
2010: Uwe Müßiggang (Biathlon)
2009: Kim Raisner (Moderner Fünfkampf)
2008: Rolf-Dieter Amend (Kanu)
2007: Heiner Brand (Handball)
2006: Raimund Bethge (Bob)
 

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